Geschichten und mehr...

Gedichte über die Heimat:

Sonnenuntergang

Der größte aller Künstler im abendlichen Übermut,

taucht die Sieg in überwältigende purpur rote Glut.

Behutsam, mit einer Flut von Goldstaub sie zu verzieren,

worauf goldene Sternenlichter sich spiegeln und amüsieren.

Wolken, wie verblühte Rosen taumeln im Wasser dahin,

ein Meer aus roten Blüten, der Liebe Behüterin.

Um den Himmel legt er einen rosafarbenen Saum,

und vollendet mit übrigem Gold den Abend-Sonnen-Traum.

Des großen Künstlers Freigiebigkeit unübertroffen,

schenkt uns jederzeit ein mutiges Hoffen.

von Maria Reinartz

 

Der Regenbogen

Wolken plustern sich auf, Vulkane, Giganten,

des Sturmgottes Genossen, üble Gesandten.

Bedrohlich düster, graues Gwitterband,

über Sieg und Rhein, pechschwarze Wand.

Vögel, silberne Flügel unterm Wolkenprofil,

Ufer versinken, gespenstisches Naturschauspiel.

Vom sonnigen Dorf beobachtet mit Schaudern,

Blitze und Donner, jetzt atemberaubendes Zaudern.

Dort, leuchtende Erscheinung, bunter Himmelsring,

spannt seinen Bogen von Ufer zu Ufer hin.

Schaumkronen im Wasser, Sternschnuppen entflogen,

Ehrfurcht gebietender Anblick, dieser Regenbogen.

Vom Lächeln der Sonne, dem Hoffnungsschimmer, enthüllt.

Den Boten zwischen Himmel und Erde, als Segen verhüllt?

von Maria Reinartz

 

 

   

Deckblatt Mords SIeg